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© I. Ottich, 2005, Goldstein
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Wein-Raute

Ruta graveolens L.

Familie:

Rautengewächse (Rutaceae)

Beschreibung:

15-90 cm hoher Halbstrauch, teilimmergrün, verzweigt, kahl. Blätter 1-2-fach gefiedert, mit fiederteiligen Abschnitten, blaugrün, stark aromatisch (Öldrüsen), hautreizend. Blütenstand scheindoldig, wenigblütig. Blüten 4-zählig, zentrale Blüte jedoch 5-zählig! Kronblätter gelb, gezähnelt, etwas gewellt, mit kapuzenförmiger Spitze. Frucht eine Kapsel. Blütezeit: Juni-August.

Status:

Unbeständig auftretender Alteinwanderer (Archäophyt) aus dem Mittelmeergebiet.

Ökologie:

An Felsen, an Mauern, selten auch in Halbtrockenrasen und Trockengebüschen.

Vorkommen in Frankfurt:

Über die Frühzeit der alten Heilpflanze sind wir schlecht informiert, die meisten Autoren erwähnen sie nicht, jedoch Cassebeer & Theobald (1849): „In Gärten nicht selten.“ Die Art kann sich vermehren und in der Nähe von Anpflanzungen ausbreiten, dabei auch in Pflasterfugen wachsen (Ottich 2007). Zu einer dauerhaften Einbürgerung ist es dabei offenbar bislang nicht gekommen.

Anmerkung:

Die Art galt früher als Allheilmittel, heute wird sie fast nicht mehr genutzt. Sie gehört zu den wenigen Arten, die in größeren Konzentrationen sowohl ätherische Öle als auch Alkaloide enthalten, weshalb ihre Anwendung große Kenntnisse voraussetzt.

Literatur:

Cassebeer, J. H. & Theobald, G. L. (1847/1849): Flora der Wetterau. Friedrich König, Hanau. 1. Lfg. (1847): I–CXII, 1–160; 2. Lfg. (1849): 161–267. * Ottich, I. (2007): Archäophyten und Neophyten im Stadtgebiet von Frankfurt am Main und ihre Auswirkungen auf die Biodiversität. Dissertation, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. 173 + 583 S. Frankfurt am Main.