© I. Ottich, 2009, Sossenheim.
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Goldlack
Erysimum cheiri (L.) Crantz
Familie:
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Beschreibung:
Halbstrauch, 20–90 cm hoch. Stängel, Blätter und Schoten mit angedrückten, parallelen, zweistrahligen Haaren. Blätter länglich-lanzettlich, spitz, meist ganzrandig. Blüten mit 4 bis 25 mm langen Kronblättern, gelb, orange, rot, braun oder mehrfarbig. Kelchblätter aufrecht. Frucht eine bis 7,5 cm lange Schote auf einem aufrecht-abstehenden bis 15 mm langen Stiel. Blütezeit: April–Juli.
Status:
Alteinwanderer (Archäophyt), der bereits in Altertum und Mittelalter in Mitteleuropa kultiviert wurde und verwilderte.
Ökologie:
Wärmeliebend, auf nährstoffreichen Standorten, besonders in Mauer- und Felsspalten, auch auf Schuttplätzen.
Vorkommen in Frankfurt:
Die Art war im 18. und 19. Jh. eine viel verwendete Kulturpflanze und war verbreitet auf Mauern verwildert. Bergen, Sachsenhausen und die Galluswarte werden als Fundorte genannt. Bereits Petry (1929) beklagt den deutlichen Rückgang der Art. Heute noch gelegentlich in Gärten kultiviert, wo die Pflanzen aussamen und sich über viele Jahre ohne Neuansaat halten können. Außerhalb von Gärten nur von der Höchster Stadtmauer bekannt.
Anmerkung:
Die Art kann sich als Kultur-Relikt über Jahrhunderte halten. Sie ist vielerorts auf Burgruinen zu finden.
Literatur:
Petry, L. (1929): Nassauisches Tier- und Pflanzenleben im Wandel von 100 Jahren. Jahrb. Nassauischen Vereins Naturk., 80: 197–237.



