Wissenschaftlicher Name
Onobrychis viciifolia Scop.
Synonyme
Onobrychis sativa Lam.
Deutscher Name
Saat-Esparsette, Futter-Esparsette
Familie
Fabaceae (Hülsenfruchtgewächse, Leguminosen, Schmetterlingsblütler)
Beschreibung
Ausdauernde, krautige Pflanze mit aufrechten, meist verzweigten Stängeln, bis 70 cm hoch. Fiederblätter aus 6–12 schmalen, länglichen Blattfiedern zusammengesetzt, die an der Spitze oft eine kurze fadenförmige Verlängerung haben. Schmetterlingsblüten rosafarben, purpurrot geadert, in dichten Trauben. Fruchthülsen abgeflacht, knapp 1 cm lang, an der Naht mit kurzen Stacheln besetzt.
Status
Eingebürgerter Neueinwanderer (Neophyt) unklarer Herkunft, vermutlich Mittelmeerraum. Anbau zuerst in Südfrankreich im 15. oder 16. Jh., in Deutschland seit 1560. Galt lange als beste Futterpflanze zum Anbau auf Kalkböden.
Ökologie
Benötigt kalkreiche, trockene Böden und ist in Halbtrockenrasen sowie lichten Trockengebüschen oder Wegrändern anzutreffen.
Die alte Kulturpflanze wird im 18. Jh. mehrfach wild wachsend genannt (Spilger 1941, Reichard 1778). Auch im 19. Jh. wird sie oft als angebaut und verwildert angegeben, allerdings scheint der Anbau bis 1900 stark zurückgegangen zu sein. Heute wird sie im Stadtgebiet kaum noch angebaut, wird aber häufig mit Ansaatmischungen an Böschungen ausgebracht, wo sie sich auch etablieren kann.

Der Status von an Böschungen wachsenden Esparsetten lässt sich oft schwer einschätzen, da man meist nicht weiß, ob die Art dort kürzlich angesalbt wurde oder sich schon seit einigen Generationen selbständig vermehrt hat und daher eingebürgert ist.
Reichard, J. J. (1772/1778): Flora Moeno-francofurtana enumerans stirpes circa Francofurtum ad Moenum crescentes secundum methodum sexualem. – [10] + 112 + [4] S. & [8] + 196 + [10] S. + 1 Tab. Henricus Ludovicus Broenner, Francofurtum ad Moenum. * Spilger L. (1941): Senckenberg als Botaniker und die Flora von Frankfurt zu Senckenberg’s Zeiten. Abh. Senckenberg. Naturf. Ges., 458: 1–175.