Wissenschaftlicher Name
Lycium barbarum L.
Synonyme
Lycium halimifolium Mill.
Deutscher Name
Gewöhnlicher Bocksdorn
Familie
Solanaceae (Nachtschattengewächse)
Beschreibung
Strauch, 1–3 m hoch. Zweige hellgrau, dünn, bogig überhängend, leicht bedornt. Blätter länglich-lanzettlich, z. T. büschelig stehend. Blütezeit Juni–September. Blüten zu 1–3, mit langen Stielen. Kelch grün, 2-lippig. Krone schmal glockenförmig mit 5teiligem, lila-violetten, trichterförmig ausgebreiteten Rand, dieser bis 1,8 cm im Durchmesser. Beere leuchtend rot, selten orange-gelb, länglich.
Status
Neueinwanderer (Neophyt) mit Einbürgerungstendenz. Als Zierstrauch aus China eingeführt.
Ökologie
Wärmeliebend. Benötigt nährstoffreiche, locker-steinige Böden an vollsonnigen Standorten.
Mindestens seit Ende des 18. Jh. in der Region angepflanzt, Verwilderungen werden bereits in der 1. Hälfte des 19. Jh. angegeben (Becker 1827, Fresenius 1832/1833). Trotzdem scheint die Art bislang nicht wirklich etabliert zu sein, viele Funde stehen noch in direktem Zusammenhang mit Anpflanzungen. Aktuell zerstreut im Siedlungsbereich und in Mittelstreifen von Autobahnen und großen Straßen.

Die Abgrenzung der Sippe ist umstritten. Manche Autoren unterscheiden L. barbarum und L. chinense. In den letzten Jahren jedoch wieder häufiger zusammengefasst, da die Übergänge der Merkmale fließend sind. Giftpflanze (enthält Withanolide).
Becker, J. (1827): Flora der Gegend um Frankfurt am Main. Erste Abtheilung. Phanerogamie. – 509 S. Ludwig Reinherz, Frankfurt a.M. „1828“. * Fresenius, G. (1832/1833): Taschenbuch zum Gebrauche auf botanischen Excursionen in der Umgegend von Frankfurt a. M., enthaltend eine Aufzählung der wildwachsenden Phanerogamen, mit Erläuterungen und kritischen Bemerkungen im Anhange. – VI + 332 S. & 337–621 Heinr. Ludw. Brönner, Frankfurt am Main.