Wissenschaftlicher Name
Lupinus polyphyllus Lindl.
Synonyme
Deutscher Name
Stauden-Lupine, Vielblättrige Lupine
Familie
Fabaceae (Hülsenfruchtgewächse, Leguminosen, Schmetterlingsblütler)
Beschreibung
Aufrechte, bis 1 m hohe Staude. Blätter bestehen aus bis zu 15 lanzettlichen Teilblättchen, die handförmig zusammengesetzt sind. Schmetterlingsblüten blau-violett, selten weiß, in langen, vielblütigen Trauben. Fruchthülsen länglich, behaart, brechen bei Reife plötzlich auf und schleudern die zahlreichen Samen weit heraus.
Status
Eingebürgerter Neueinwanderer (Neophyt) aus dem westlichen Nordamerika. Bereits 1826 vom Pflanzensammler David Douglas als Zierpflanze nach England eingeführt. Durch Züchtung mit anderen Lupinus-Arten gibt es heute Hybriden in unterschiedlichen Blütenfarben.
Ökologie
Verträgt sonnige bis halbschattige Standorte, bevorzugt lockere, humose Böden. Sie beherbergt Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln, die Luftstickstoff im Boden binden, ist also ein „Bodenverbesserer“, daher zur Gründüngung angesät, andererseits bei Auftreten in Magerrasen problematisch.
Als Kulturpflanze schon 1830 hier bekannt. Wild erst bei Wittenberger et al. (1968) im Stadtwald genannt. Heutige Vorkommen gehen meist zurück auf die Ausbringung von Saatmischungen besonders an Böschungen (rund um den Flughafen) oder auf wild deponierte Gartenabfälle (Wald- und Ackerränder, gartennahe Wiesen, Bahnböschungen).

Sowohl Kraut als auch Samen enthalten giftige Alkaloide. Vergiftungssymptome sind Übelkeit, Lähmungserscheinungen und Herzrhythmusstörungen und können z. B. nach dem Verzehr der Samen einer Hülse auftreten. Ein Arzt sollte dann konsultiert werden.
Wittenberger, W., Lipser, H. & Wittenberger, G. (1968): Flora von Offenbach. Schriftenreihe des Instituts für Naturschutz Darmstadt, Beiheft 19, 278 + 6 S., Darmstadt.