Wissenschaftlicher Name
Lappula squarrosa (Retz.) Dumort.
Synonyme
Lappula echinata Gilib.
Lappula myosotis Moench
Deutscher Name
Kletten-Igelsame, Gewöhnlicher Igelsame
Familie
Boraginaceae (Borretschgewächse, Raublattgewächse)
Beschreibung
Ein- oder zweijährige bis 70 cm, aber auch nur 10 cm, hoch werdende Art mit dicht behaartem, verzweigtem Stängel. Blätter wechselständig, spatelig, rau behaart und höchstens kurz gestielt. Blüten hellblau mit gelben Schlundschuppen. Früchte widerhakig.
Status
RL Hessen 0, RL H SW 0. – Das scheinbar völlige Verschwinden dieser auch an Ruderalstellen vorkommenden Art überrascht. Die Art ist offensichtlich nicht in der Lage standörtlich geeignet erscheinende Industrie- oder Bahnflächen zu besiedeln.
Ökologie
Auf trockenen, sandigen, nährstoffreichen Böden in wärmebegünstigten Lagen auf Äckern, an Wegen und Ruderalstellen.
Soll nach J. C. Senckenberg 1727 auf dem Lerchesberg und an der Ziegelhütte häufig gewesen sein (Spilger 1941). Um 1800 kommen Funde nahe der Sachsenhäuser und der Bockenheimer Warte hinzu (Buttler & Klein 2000). Noch von Martin Dürer 1886 bei Bockenheim gesehen. Danach nicht mehr nachgewiesen, bis auf einen Fund 1985 aus Niederursel (Beleg H.-J. Dechent), der vermutlich angesalbt wurde.
In Süddeutschland und dem Alpenraum kommt die Art regelmäßig an Lägerstellen von Wildtieren unter Felsen, so genannten Balmen, vor.
Buttler, K. P. & Klein, W. (2000): Oekonomisch-technische Flora der Wetterau von G. Gaertner, Dr. B. Meyer und Dr. J. Scherbius. Taxonomie, Nomenklatur und Floristik: eine Auswertung des Gefäßpflanzenteils. Jahresber. Wetterauer Ges. Gesamte Naturk. Hanau, 149–151: 1–494. * Spilger L. (1941): Senckenberg als Botaniker und die Flora von Frankfurt zu Senckenberg’s Zeiten. Abh. Senckenberg. Naturf. Ges., 458: 1–175.