Wissenschaftlicher Name
Knautia arvensis (L.) Coult. s. str.
Synonyme
Deutscher Name
Wiesen-Witwenblume, Acker-Witwenblume, Wiesen-Knautie
Familie
Caprifoliaceae (Geißblattgewächse)
Beschreibung
30-80 cm hohe, ausdauernde, krautige Pflanze. Stängel kurzhaarig, rückwärts borstig zottig, am Grund oft purpurn gefleckt. Stängelblätter wenigstens teilweise fiederspaltig, länglich, graugrün, matt. Zahlreiche kleine Blüten in einem schwach gewölbten Köpfchen. Blüten blauviolett, Randblüten strahlig vergrößert. Köpfchenboden abgeflacht, ohne Spreublätter, aber rauhaarig. Blütezeit: Juli-August.
Status
Einheimisch (indigen), ungefährdet.
Ökologie
Auf frischen bis mäßig trockenen Wiesen, in Halbtrockenrasen, auf Ackerbrachen und extensiv genutzten Äckern, an Wegrändern.
Becker (1827): „Auf Aeckern, Wiesen, an Wegen gemein.“ Die Wiesen-Witwenblume gehört zwar noch nicht zu den seltenen Arten im Stadtgebiet, sie ist jedoch inzwischen von den Äckern verschwunden. Im Grünland kommt sie nur vor, wo dieses nicht zu stark gedüngt oder zu häufig gemäht wird. Zahlreiche Frankfurter Funde stammen aus Streuobstwiesen.

Die Samen verfügen über ein ölhaltiges Anhängsel, das Elaiosom, mit dem die Ausbreitung durch Ameisen gefördert wird.
Becker, J. (1827): Flora der Gegend um Frankfurt am Main. Erste Abtheilung. Phanerogamie. – 509 S.; Ludwig Reinherz, Frankfurt a.M. „1828“.