Wissenschaftlicher Name
Acer saccharinum L.
Synonyme
Acer dasycarpum Ehrh.
Deutscher Name
Silber-Ahorn
Familie
Sapindaceae (Seifenbaumgewächse)
Beschreibung
Baum, bis zu 35 m hoch, mit grauer Rinde. Blätter lang gestielt, tief eingeschnitten und 5-lappig, die Ränder grob gesägt. Die silbrig-graue Blattunterseite ist namensgebend, da die Blätter sich schon bei leichtem Wind so bewegen, dass die Unterseite sichtbar wird. Vor dem Laubaustrieb erscheinen die kleinen, grünlichen oder rötlichen Blüten. Ahornfrüchte mit typischen Flügeln.
Status
Neueinwanderer (Neophyt) mit Einbürgerungstendenz, Zierbaum aus dem östlichen Nordamerika. Bei uns zunehmend. Auch in anderen Teilen Deutschlands an Flussläufen in Einbürgerung begriffen.
Ökologie
Bevorzugt feuchte Standorte, kommt aber auch mit Trockenheit zurecht. Lichtliebend. Vor allem in Flusstälern. Wächst schnell und kommt auch mit Stadtbedingungen gut zurecht. Das Holz ist eher brüchig. Der Baum wird in Amerika auch als „car crusher“ bezeichnet, da oft auch als Straßenbaum gepflanzt.
Seit 1725 in Europa, aber offenbar spät in Frankfurt. Erst O. Nehrlich nennt 1962 gepflanzte Bäume aus dem Ostpark. Seit 1989 verwildert vom Schwanheimer Mainufer bekannt. Dort noch vorhanden und zunehmend (Buttler 1994, Ottich 2005). In den letzten Jahren auf dem gegenüberliegenden Ufer und an der nahen Nidda nachgewiesen. Vereinzelt in anderen Habitaten, z. B. auf Bahnhöfen (Bredereck 1993).
Wird wegen des ähnlichen botanischen Namens oft als Zucker-Ahorn (Acer saccharum) angesprochen, von diesem jedoch aufgrund der silbrigen Blattunterseite leicht zu unterscheiden. Ebenfalls eine Quelle für Ahornsirup.
Bredereck, C. (1993): Flora und Vegetation der Bahnhöfe in Frankfurt am Main und seiner näheren Umgebung. Unveröffentlichte Dipl.-Arb., Universität Frankfurt. 195 S. Frankfurt am Main. * Buttler, K. P. (1994): 265. – 290. Fundmeldung. Bot. Naturschutz Hessen, 7: 97–103. * Ottich, I. (2005): 1208. – 1222. Fundmeldung. Bot. Naturschutz Hessen, 18: 80–83.