Wissenschaftlicher Name
Impatiens noli-tangere L.
Synonyme
Deutscher Name
Großes Springkraut, Rührmichnichtan
Familie
Balsaminaceae (Balsaminengewächse, Springkrautgewächse)
Beschreibung
Einjährig, aufrecht, bis 1 m hoch, oben reich verzweigt. Blätter wechselständig, lang gestielt, breit-lanzettlich, 3–12 cm lang. Blüten blattachselständig, einzeln oder in wenigblütigen Trauben. 5 Kelchblätter, davon 2 stark reduziert, das untere 2–3 cm lang. Blumenblattartig, gespornt. 5 kräftig gelbe Kronblätter, am Grund mit roten Punkten, das untere bis 2,5 cm lang, ausgebreitet. Blütezeit: Juni–August.
Status
Einheimisch (indigen).
Ökologie
Auf frischen, nährstoffreichen, humosen Lehm- oder Tonböden, in verschiedenen Auwaldgesellschaften und in Bachauen.
Im Gegensatz zu den verwandten Neueinwanderern Impatiens parviflora und I. glandulifera heute im Stadtgebiet selten. Vorkommen bestehen entlang des Königs- oder Luderbaches (dort schon um 1800 bekannt, Buttler & Klein 2000) im Stadtwald, im feuchten Teil des Schwanheimer Waldes sowie entlang des Eschbaches.

Die Früchte gehören zu den „Saftdruckschleuderern“. Wenn sie reif werden, können sie durch unterschiedlichen Druck in den verschiedenen Zellschichten von selbst oder bei Berührung die Samen bis zu 7 m weit schleudern.
Buttler, K. P. & Klein, W. (2000): Oekonomisch-technische Flora der Wetterau von G. Gaertner, Dr. B. Meyer und Dr. J. Scherbius. Taxonomie, Nomenklatur und Floristik: eine Auswertung des Gefäßpflanzenteils. Jahresber. Wetterauer Ges. Gesamte Naturk. Hanau, 149–151: 1–494.