Wissenschaftlicher Name
Heracleum sphondylium L.
Synonyme
Deutscher Name
Gewöhnliche Bärenklau, Wiesen-Bärenklau
Familie
Apiaceae (Doldengewächse, Doldenblütler)
Beschreibung
Zweijährig oder ausdauernd, bis 150 cm hoch. Stängel gefurcht und wie die Blätter borstlich behaart. Laubblätter meist einfach fiedrig eingeschnitten bis einfach gefiedert, am Rand unregelmäßig gesägt, mit großer, aufgeblasener Blattscheide. Blüten weiß, selten rosa, duftend, in flachen, zusammengesetzten, hüllenlosen Dolden mit vergrößerten Randblüten. Döldchen mit vielblättrigem Hüllchen. Frucht breit-eiförmig, 6–10 mm lang, mit bis 1 mm langen Randrippen, kahl. Blütezeit: Juni-Oktober.
Status
Einheimisch (indigen), nicht gefährdet. Sehr formenreiche, weit verbreitete Art, die von einigen Autoren in bis zu neun Unterarten unterteilt wird.
Ökologie
In Fettwiesen und Staudenfluren, an Ufern und Gräben, in Auwäldern und deren Säumen auf sickerfeuchten bis –frischen, nährstoff- und basenreichen Böden. Nährstoff- und Überdüngungszeiger.
Gärtner et al. (1799-1802) nennen die Art als „häufig auf Wiesen und in feuchten Wäldern.“ Ähnlich wird ihr historisches Vorkommen auch von anderen Autoren beschrieben. Heute in passenden Habitaten im ganzen Stadtgebiet verbreitet, insbesondere entlang von Main, Nidda und ihren Zuläufen, sowie am Berger Nordhang.

Junge Blätter und Sprosse sind ein gutes Viehfutter und können gekocht als schmackhaftes, mildes Gemüse aber auch fein geschnitten, roh im Salat verzehrt werden. Aber Achtung: Bei empfindlichen Menschen können bei Hautkontakt und Lichteinwirkung Schwellungen und Entzündungen auftreten („Wiesendermatitis“).
Gärtner, G., Meyer, B. & Scherbius, J. (1799–1802): Oekonomisch-technische Flora der Wetterau. – 1 (1799) I–XII, 1–532, 1 Karte 2 (1800), I–II, 1–512 3(1) (1801), 1–438, 1–52 3(2) (1802), 1–391, 1–32 Philipp Heinrich Guilhauman, Frankfurt am Main.