Wissenschaftlicher Name
Heracleum mantegazzianum Sommier & Levier
Synonyme
Deutscher Name
Riesen-Bärenklau, Herkulesstaude
Familie
Apiaceae (Doldengewächse, Doldenblütler)
Beschreibung
Zwei- bis mehrjähriges Kraut, ca. 3-5 m hoch. Stängel bis zu 10 cm dick. Blätter groß, bis zu 3 m lang, tief gefiedert und grob gezähnt. Blattunterseite rau behaart. Die charakteristischen, weißen Blütendolden können einen Durchmesser von 0,5 m erreichen. Blütezeit Juni-August. Es bilden sich unzählige Früchte, die für die starke Ausbreitung der Pflanze sorgen. Vorsicht: Giftpflanze!
Status
Eingebürgerter Neueinwanderer (Neophyt). Im 19. Jh. aus dem Kaukasus als Bienenweide und Zierpflanze nach Mitteleuropa eingeführt. Wegen des Ausbreitungspotentials sowie der Giftigkeit wird die Bekämpfung empfohlen, indem man ihn unter Vollschutz kurz vor oder während der Blüte am Wurzelstock kappt.
Ökologie
Wächst auf nährstoff-, vor allem stickstoffreichen Böden, bevorzugt an Flussufern. Gedeiht auch auf trockeneren Böden, bleibt dann aber meist kleiner.
Aufgrund der Größe und Giftigkeit selten herbarisiert. Angaben des 19. Jh. unsicher. 1959 von H. Kalheber nahe dem „Nizza“ gesehen. Heute aufwändige Bekämpfung, jedoch immer noch gelegentlich von Imkern angesät, z. B. bei Nieder-Erlenbach (Ottich 2007). Nahe Enkheim und Sossenheim bekämpft, ansonsten meist nur Einzelpflanzen, z. B. am Mainufer oder am Kaiserlei.
Die Pflanze enthält Furanocumarin. Bei Hautkontakt verbrennungsähnliche Symptome, verstärkt bei hoher Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung. In der Nähe der Pflanze nur mit langer Kleidung und Handschuhen arbeiten, ggf. sofort mit Wasser abwaschen!
Ottich, I. (2007): Archäophyten und Neophyten im Stadtgebiet von Frankfurt am Main und ihre Auswirkungen auf die Biodiversität. Dissertation, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. 173 + 583 S. Frankfurt am Main.