Wissenschaftlicher Name
Hepatica nobilis Schreb.
Synonyme
Anemone hepatica L.
Hepatica triloba Chaix
Hepatica triloba Chaix
Deutscher Name
Leberblümchen, Gewöhnliches Leberblümchen
Familie
Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse)
Beschreibung
Ausdauernde, 5–15 cm hohe Pflanze. Blätter grundständig, in 3 breite, sich überlappende Abschnitte geteilt, dadurch in der Form einer Leber ähnelnd (Name). Stängel zu mehreren, lang behaart, mit jeweils nur einer Blüte. Diese mit 3 kelchartigen, 1 cm langen, ovalen Hochblättern und 5–10 blauen Blütenblättern, Blüten 2–3,5 cm breit. Blütezeit: Ende Februar–Mitte Mai.
Status
Einheimisch (indigen). RL H SW 2, nach BArtSchV besonders geschützt. Im Gebiet sehr selten, evtl. nicht mehr wild vorkommend.
Ökologie
Die Art wird als Kalk-Zeiger eingestuft und ist eine Kennart des Kalk-Buchenwaldes. Sie bevorzugt Lehm- und Mullboden und kommt außer in krautreichen Buchen- auch in Eichenmischwäldern vor.
Wittenberger et al. (1968) geben die Art aus dem Frankfurter Stadtwald nahe der Kreuzung Neuwiesen-Hügelschneise und vom Wald in der Nähe des Buchrainweihers an, von wo sie schon seit etwa 1800 bekannt war (Buttler & Klein 2000). Andere Fundorte im Stadtgebiet sind nicht bekannt, an den genannten Stellen sind aktuell keine Vorkommen bestätigt. Die Art wird gelegentlich als Zierpflanze kultiviert.

Die Ausbreitung erfolgt durch Ameisen: Der Same trägt ein Anhängsel, ein so genanntes Elaiosom, das von Ameisen gesammelt und gefressen wird.
Buttler, K. P. & Klein, W. (2000): Oekonomisch-technische Flora der Wetterau von G. Gaertner, Dr. B. Meyer und Dr. J. Scherbius. Taxonomie, Nomenklatur und Floristik: eine Auswertung des Gefäßpflanzenteils. Jahresber. Wetterauer Ges. Gesamte Naturk. Hanau, 149–151: 1–494. * Wittenberger, W., Lipser, H. & Wittenberger, G. (1968): Flora von Offenbach. Schriftenreihe des Instituts für Naturschutz Darmstadt, Beiheft 19, 278 + 6 S., Darmstadt.