Wissenschaftlicher Name
Glebionis segetum (L.) Fourr.
Synonyme
Chrysanthemum segetum L.
Xanthophthalmum segetum (L.) Sch. Bip.
Xanthophthalmum segetum (L.) Sch. Bip.
Deutscher Name
Saat-Wucherblume, Echte Saatwucherblume
Familie
Asteraceae (Korbblütengewächse, Korbblütler)
Beschreibung
Einjährig, 20-60 cm hoch. Untere Laubblätter sitzend, obere stängelumfassend. Blätter blaugrün, ca. 3 cm lang und ca. 1,5 cm breit, die unteren fiederspaltig, die oberen grob gesägt. Blütenkörbe einzeln, gestielt, Durchmesser 2-5 cm. Hüllblätter stumpf, hell berandet Zungen- und Röhrenblüten goldgelb, Zungenblüten mit 1-2 cm langer Zunge. Früchte 2-2,5 mm lang, mit 10 Längsrippen, die äußeren geflügelt, ohne Pappus. Blütezeit: Juli-Oktober.
Status
Alteinwanderer (Archäophyt); RL Hessen 3, RL SW 2.
Ökologie
In kalkfreien, sandigen und lehmigen Äckern.
Becker (1827) nannte keine einzelnen Fundorte und gab an „auf Aeckern unter der Saat". Gärtner & al. (1799-1802) nannten einzelne Fundorte, so „„..auf Aekkern bei der Maynkur; ...; um Frankfurt in der Gärtnerei \[wohl Niederrad\]; zwischen der Sachsenhäuser Warte und der Ziegelhütte ...". M. Dürer sammelte die Pflanze 1901 auf Feldern am Hof Goldstein bei Schwanheim (Beleg im Herbarium Senckenbergianum). Danach wurde die Pflanze nur noch einmal verwildert 1933 von I. Meyer auf dem Sachsenhäuser Berg gefunden (Beleg im Herbarium Senckenbergianum). Die Pflanze dürfte ehemals zerstreut auf Sandäckern der Untermainebene vorgekommen sein.

Die Saat-Wucherblume wird gelegentlich als Zierpflanze verwendet.
Becker, J. (1827): Flora der Gegend um Frankfurt am Main. Erste Abtheilung. Phanerogamie. – 509 S.; Ludwig Reinherz, Frankfurt a.M. „1828".<br>Gärtner, G., Meyer, B. & Scherbius, J. (1799–1802): Oekonomisch-technische Flora der Wetterau. – 1 (1799); I–XII, 1–532, 1 Karte; 2 (1800), I–II, 1–512; 3(1) (1801), 1–438, 1–52; 3(2) (1802), 1–391, 1–32; Philipp Heinrich Guilhauman, Frankfurt am Main.