Wissenschaftlicher Name
Gentianopsis ciliata (L.) Ma
Synonyme
Gentiana ciliata L.
Gentianella ciliata (L.) Borkh.
Deutscher Name
Gewöhnlicher Fransenenzian, Echter Fransenenzian
Familie
Gentianaceae (Enziangewächse)
Beschreibung
Stängel 5–30 cm hoch, einfach oder verzweigt, kahl, ohne Grundblattrosette. Blätter lanzettlich. Kelch 4-zipfelig. Krone blau, mit vier am Rand gefransten Kronzipfeln. Fruchtknoten gestielt, keulenförmig. Narbe sitzend, kreisförmig.
Status
Besonders geschützt nach BNatSchG, RL Hessen 3, RL H SW 2 Gefährdet durch Brachfallen oder Nutzungsintensivierung, Zerstörung der Wuchsorte durch Überbauung o.ä.
Ökologie
Mäßig trockene, kalkreiche, neutral bis milde, humose, steinige oder reine Lehm- und Lößböden, vor allem in Kalkmagerrasen.
In der 1. Hälfte des 18. Jh. am Mühlberg bei Oberrad (Spilger 1941), an der Sachsenhäuser Warte (Reichard 1772/1778) sowie auf dem Lerchesberg (Fresenius 1832/1833). Aktuell nur noch ein Vorkommen am Berger Nordhang.
Reichard, J. J. (1772/1778): Flora Moeno-francofurtana enumerans stirpes circa Francofurtum ad Moenum crescentes secundum methodum sexualem. – [10] + 112 + [4] S. & [8] + 196 + [10] S. + 1 Tab. Henricus Ludovicus Broenner, Francofurtum ad Moenum.* Fresenius, G. (1832/1833): Taschenbuch zum Gebrauche auf botanischen Excursionen in der Umgegend von Frankfurt a. M., enthaltend eine Aufzählung der wildwachsenden Phanerogamen, mit Erläuterungen und kritischen Bemerkungen im Anhange. – VI + 332 S. & 337–621 Heinr. Ludw. Brönner, Frankfurt am Main.* Spilger, L. (1941): Senckenberg als Botaniker und die Flora von Frankfurt zu Senckenberg’s Zeiten. – Abhandl. Senckenberg. Naturforschenden Ges. 458, 1–175, Frankfurt a.M.