Wissenschaftlicher Name
Gagea pratensis (Pers.) Dumort.
Synonyme
Deutscher Name
Wiesen-Goldstern, Wiesen-Gelbstern
Familie
Liliaceae (Liliengewächse)
Beschreibung
Ausdauernd. Überwintert mit Zwiebel, neben der birnenförmigen, waagerechten Hauptzwiebel zwei Nebenzwiebeln. Pflanze 5–20 cm hoch mit einem Grundblatt und zwei gegenständig, gewimperten Stängelblättern Blätter 3–5 mm breit, am Grund weinrot, im Jugendstadium oberseits mit tiefer Rille, später V-förmig. 2–6 lang gestielte Blüten, die 6 Perigonblätter 15–20 mm lang, goldgelb, stumpf bis spitzlich. Kurze Blütezeit im März oder April. Kapselfrucht.
Status
RL Hessen V, RL H SW *. – Wahrscheinlich Alteinwanderer (Archäophyt). Starker Rückgang auf Landwirtschaftsflächen, stabile Vorkommen in Parkanlagen und auf Friedhöfen.
Ökologie
Vor allem an Wegrändern und in zur Blütezeit kurzrasigem Grünland in Parken, Friedhöfen und sogar auf Verkehrsinseln früher auch in Grünland und auf Äckern. Vorkommen konzentrieren sich oft auf Baumscheiben. Häufig gemeinsam mit Gagea villosa vorkommend.
Vor Beginn der landwirtschaftlichen Intensivierung war der Wiesen-Gelbstern wahrscheinlich in den Agrargebieten eine weit verbreitete Pflanzenart. In landwirtschaftlich genutzten Flächen ist die Art heute weitgehend verschwunden. Sie besiedelt aber sehr regelmäßig städtische Grünflächen, vor allem Friedhöfe. Wegen der kurzen Blütezeit und der Neigung zur Bildung steril bleibender Populationen unvollständig erfasst.

Die oft steril bleibenden Goldstern-Arten wurden früher nicht zuverlässig unterschieden. Ältere Literaturangaben sind daher unzuverlässig.