Wissenschaftlicher Name
Fagus sylvatica L.
Synonyme
Deutscher Name
Gewöhnliche Buche, Rot-Buche
Familie
Fagaceae (Buchengewächse)
Beschreibung
Bis 30 m hoher Baum mit weißgrauer, glatter Rinde. Blätter eiförmig, 4-10 cm lang, 2,5-7 cm breit, ganzrandig, glänzend dunkelgrün, beiderseits seidig behaart, jedoch bis auf die Ränder und Nervenwinkel verkahlend. Männliche Blütenstände hängende, fast kugelige Kätzchen. Weibliche Blütenstände 2-blütig, aufrecht, später verholzenden Fruchtbecher bildend, der die zwei 3-kantigen Nussfrüchte („Bucheckern“) umschließt. Blütezeit: April-Mai.
Status
Einheimisch (indigen), ungefährdet.
Ökologie
Häufigste Laubbaumart in deutschen Wäldern. Sie gilt als Zeigerart des feucht-gemäßigten Klimas und benötigt mind. 650 mm Jahresniederschlag und eine Jahresdurchschnittstemperatur über 8° C. Sie meidet Staunässe und trockene Sandböden. Jungpflanzen sind schattentolerant.
Zu der häufigen Baumart hinterließen Autoren vergangener Jahrhunderte nur allgemeine Angaben, etwa: „In Wäldern“ (Becker 1827). Heute liegt der Schwerpunkt im Frankfurter Stadtwald, wo die Art gepflanzt vorkommt, sich aber auch regelmäßig selbst verjüngt. Insbesondere im östlichen Teil des Stadtwaldes stehen bemerkenswerte, mehrere Hundert Jahre alte Exemplare. Im übrigen Stadtgebiet in Waldresten und gelegentlich als Parkbaum.
Buchen liefern in unseren Breiten eines der besten Brennhölzer mit hohem Brennwert und geringer Neigung zum Qualmen. Auch Holzkohle wird häufig aus Buchenholz hergestellt. Daneben wird das – zumeist durch den Prozess des Dämpfens rötlich gefärbte (Name!) – harte Buchenholz zur Herstellung von Arbeitsplatten, Parkett und Möbeln verwendet.
Becker, J. (1827): Flora der Gegend um Frankfurt am Main. Erste Abtheilung. Phanerogamie. – 509 S. Ludwig Reinherz, Frankfurt a.M. „1828“.