Wissenschaftlicher Name
Corynephorus canescens (L.) P. Beauv.
Synonyme
Weingaertneria canescens (L.) Bernh.
Deutscher Name
Gewöhnliches Silbergras
Familie
Poaceae (Süßgräser)
Beschreibung
Ausdauerndes Gras mit horstigem Wuchs und 12–30 cm langen Halmen. Blattspreite 3–5 cm lang, borstenförmig, rau. Blüten in einer 3–12 cm langen, zusammengezogenen Rispe, die erst zur Blütezeit ausgebreitet wird. Ährchen 2-blütig, 3–4 mm lang. Deckspelzen häutig, mit einer im unteren Teil ansetzenden Granne mit keulenförmiger Verdickung. Blütezeit: Juni–August.
Status
Einheimisch (indigen), RL Hessen 3, RL H SW V. – Gefährdet durch Zuwachsen und Verbuschen von Sandtrockenrasen wegen ausbleibender Bodenverwundungen, Umwandlung von Sandtrockenrasen in landwirtschaftliche Nutzflächen, Ausdehnung von Siedlungen und Eutrophierung.
Ökologie
Offene, trockene, nährstoffarme und saure Sandböden in Sandtrockenrasen und lichten Kiefernwäldern als Pionierpflanze auf trockenen Sandböschungen in Sand- und Kiesgruben und an Wegeinschnitten.
Das auffällige Gras war den Botanikern des 18. und 19. Jh. von Sandflächen aus dem Stadtgebiet bekannt. Außer auf Primärstandorten wie der Schwanheimer Düne kommt die Art heute zerstreut v. a. auf Sekundärstandorten, insbesondere auf Bahngelände vor. Die Art ist insgesamt jedoch selten, die Vorkommen bestehen oft, z. B. an der Leuchte, nur aus Einzelpflanzen.
Das Silbergras ist ein Erstbesiedler offener Sandflächen und hilft, diese zu befestigen, wie man auf der Schwanheimer Düne gut sehen kann.