Wissenschaftlicher Name
Centaurium erythraea Rafn
Synonyme
Centaurium minus auct.
Erythraea centaurium auct.
Erythraea centaurium auct.
Deutscher Name
Echtes Tausendgüldenkraut
Familie
Gentianaceae (Enziangewächse)
Beschreibung
Ein- bis zweijährige, bis 40 cm hohe Pflanze, mit aufrechtem, nur im oberen Bereich verzweigten Stängel. Eiförmige Blätter eine Rosette bildend, die zur Blütezeit bereits vertrocknet ist. Die Stängelblätter stehen sich immer zu zweien gegenüber („gegenständig“), sind kahl und ganzrandig. Blüten rosa, gestielt, mit flach ausgebreitetem, fünfzipfeligen Saum, stehen in einer dichten Doldentraube.
Status
Einheimische, nach BArtSchV Anhang I und BNatSchG besonders geschützte Art. Im Rückgang begriffen, vor allem durch Verlust von Trockenrasen und von geeigneten Wald- und Gehölzsäumen.
Ökologie
Auf frischen, nährstoff- und basenreichen, offenen Ton- und Lehmböden in sonnigen Waldschlägen und grasigen Waldverlichtungen, in Säumen, z. T. auch in Halbtrockenrasen, Schlag- und Ruderalgesellschaften.
Im verschiedenen Teilen des Stadtgebietes anzutreffen, zerstreut auf ruderalisierten und gestörten Straßenbegleitflächen, Industriebrachen sowie auf Bahnflächen, seltener auch auf Schlagfluren im Frankfurter Stadtwald. Große Bestände z. B. an der A 3 in der Nähe des Flughafens.

In Frankfurt und Südhessen kommt auch das ähnliche Centaurium pulchellum vor. Dieses hat jedoch keine Blattrosette.