Wissenschaftlicher Name
Camelina microcarpa DC.
Synonyme
Deutscher Name
Kleinfrüchtiger Leindotter
Familie
Brassicaceae (Kreuzblütengewächse, Kreuzblütler)
Beschreibung
Einjährige, 30-70 cm hohe Pflanze. Stängel im unteren Teil mit Sternhaaren und vielen einfachen und verzweigten Haaren. Untere Stängelblätter ganzrandig, lanzettlich, geöhrt. Kronblätter 3,4-4,1 mm lang. Früchte birnenförmig, 5,2-6,8 mm breit, hart, an aufrecht stehenden Stielen. Samen 1,5–2 mm lang. Blütezeit: Mai-Juli.
Status
Einheimisch (indigen), RL Hessen 3, RL SW 2.
Ökologie
In Äckern auf kalkreichen Böden, vor allem im Wintergetreide; auch in bodentrockener Ruderalvegetation und in Trockenrasen.
Im 19. Jahrhundert wurde mehrfach Leindotter aus Frankfurter Äckern angegeben. Hierbei dürfte es sich überwiegend um den Kleinfrüchtigen Leindotter gehandelt haben. Da die Camelina-Arten im 19. und zum Teil auch 20. Jahrhundert nicht sicher unterschieden wurden, kann die Verbreitung nur nach Herbarbelegen rekonstruiert werden. Sicher zu Camelina microcarpa gehören ein am Lerchenberg (= Lerchesberg) gesammelter Beleg von P. A. Kesselmeyer sowie ein 1883 gesammelter Beleg von M. Dürer mit der Fundortangabe „um Frankfurt häufig" (Belege im Herbarium Senckenbergianum). Im 20. Jahrhundert verschwand der Leindotter durch die weitgehende Aufgabe des Ackerbaus in den Frankfurter Kalkgebieten sowie durch die Intensivierung des Ackerbaus.