Wissenschaftlicher Name
Vinca minor L.
Synonyme
Deutscher Name
Kleines Immergrün
Familie
Apocynaceae (Hundsgiftgewächse)
Beschreibung
Niederliegender Halbstrauch. Blühende Stängel aufrecht, bis 20 cm hoch. Blätter ledrig, immergrün, bis 6 cm lang, ganzrandig, kahl. Blüten hellblau oder blauviolett, unterer Teil der Blütenkrone zu einer ca. 1 cm langen Röhre verwachsen, oberer Teil fast flach ausgebreitet, dadurch insgesamt „stieltellerartig“, bis 3 cm Durchmesser. Blütezeit: April–Juni.
Status
Alteinwanderer (Archäophyt), ursprünglich vermutlich aus dem Mittelmeergebiet. Heutige Vorkommen gehen oft auf Anpflanzungen zurück.
Ökologie
An schattigen Stellen in frischen Laubwäldern, meist in der Nähe von Siedlungen oder dort, wo einst Siedlungen bestanden haben (Siedlungszeiger).
Von J. C. Senckenberg im 18. Jh. unter Hecken in verschiedenen Stadtteilen genannt (Spilger 1941). Seither in allen Florenwerken erwähnt. Bestandsveränderungen sind nicht zu erkennen. Heute zerstreut im Stadtgebiet, v. a. in Parks, auf Friedhöfen, in Gärten, in den kleinen Waldstücken entlang der Nidda, im Enkheimer Wald und im Stadtwald, v. a. südlich von Sachsenhausen.

In Gärten wird auch das ähnliche Große Immergrün (Vinca major) kultiviert, dessen Blütendurchmesser etwa 4–5 cm beträgt und das größere, manchmal leicht herzförmige Blätter aufweist.
Spilger, L. (1941): Senckenberg als Botaniker und die Flora von Frankfurt zu Senckenberg’s Zeiten. Abh. Senckenberg. Naturf. Ges., 458: 1–175.