Wissenschaftlicher Name
Trifolium ochroleucon Huds.
Synonyme
Deutscher Name
Blassgelber Klee
Familie
Fabaceae (Hülsenfruchtgewächse, Leguminosen, Schmetterlingsblütler)
Beschreibung
Ausdauernd, horstig, 15–50 cm hoch. Stängel aufsteigend bis aufrecht, zottig behaart. Blättchen 10–30 mm lang und 4–15 mm breit, beiderseits behaart, eiförmig bis länglich elliptisch mit stumpfer oder ausgerandeter Spitze. Nebenblätter lanzettlich, dicht behaart. Blütenstände meist einzeln, kurz gestielt, verkehrt eiförmig. Kelchröhre, behaart, 10-nervig. Unterer Kelchzahn doppelt so lang wie die obere. Blütenkrone 13–18 mm lang, gelblichweiß.
Status
RL Hessen 2, RL H SW 1. – Durch Nutzungsaufgabe von Magerrasen, Beendigung der Waldweide und allgemeine Eutrophierung der Landschaft stark rückläufig.
Ökologie
Auf Kalkböden in Magerrasen, Magerwiesen und wärmebegünstigten Säumen.
Gärtner & al. (1799–1802) kannten Fundorte aus dem Stadtwald, von einer Wiese am Buchrainweiher sowie zwischen Kettenhof und Wäldchen (Bereich Messe). Dürer sammelte sie um 1900 zwischen Mörfelder Landstraße und Gehespitz und im Seckbacher Ried. P. A. Kesselmeyer sammelte sie um 1850 auch bei Enkheim, wo sie noch 1984 von Buß (1988) bestätigt wurde. Der Standort wurde kurz darauf durch Baumaßnahmen zerstört und die Art dürfte damit in Frankfurt ausgestorben sein.
Während des größten Teils des 20. Jahrhunderts wurde die Flora Frankfurts schlecht dokumentiert. Ab dem 1. Weltkrieg war die Art scheinbar verschwunden. Der Fund von 1984 zeigt aber, dass sie bei Enkheim noch jahrzehntelang unbemerkt vorkam.
Buß, H. (1988): Einige Neu- und Wiederfunde in und bei Frankfurt. Bot. Naturschutz Hessen, 2: 52–57. * Gärtner, G., Meyer, B. & Scherbius, J. (1799–1802): Oekonomisch-technische Flora der Wetterau. – 1 (1799) I–XII, 1–532, 1 Karte 2 (1800), I–II, 1–512 3(1) (1801), 1–438, 1–52 3(2) (1802), 1–391, 1–32 Philipp Heinrich Guilhauman, Frankfurt am Main.