Wissenschaftlicher Name
Teucrium botrys L.
Synonyme
Deutscher Name
Trauben-Gamander
Familie
Lamiaceae (Lippenblütengewächse, Lippenblütler)
Beschreibung
Einjährig, ganze Pflanze drüsig behaart. Stängel aufsteigend oder aufrecht, meist nur bis 30 cm hoch. Blätter im Umriss dreieckig, aber fast bis auf den Mittelnerv 1- bis 2-fach fiederteilig. Blüten 8–12 mm lang, als Lippenblüten, d. h. mit Ober- und Unterlippe gestaltet, rosa. Unterlippe weiß mit violetter Zeichnung. Blütezeit: Juni–September.
Status
Alteinwanderer (Archäophyt) aus dem westlichen Mittelmeergebiet. RL Hessen V, RL H SW 3.
Ökologie
Auf offenen kalkreichen, trockenen Böden, z. B. in Felsschutt und Trockenrasen, sekundär und auf Bahnschotter und Äckern.
Auf den Kalkäckern des Lerchesbergs bei Sachsenhausen bestand ein Vorkommen, das seit der 1. Hälfte des 18. Jh. dokumentiert ist. Durch Nutzungsänderung und Bebauung verschwand es spätestens um 1900 (Burck 1925). 1989 wurde die Art unbeständig auf Bahngelände an der Mainkur beobachtet (Dechent et al. 1991). Weitere Funde liegen aus den letzten rund 100 Jahren nicht vor.
Burck, O. (1925): Veränderungen in der Flora Frankfurts seit Hundert Jahren. Natur & Mus., 55: 423–433.* Dechent, H.-J., Kramer, H., Peukert, M., Redeker, H. & Böffinger, A. (1991): Floristische Beobachtungen aus dem Stadtgebiet Frankfurt am Main. Bot. Naturschutz Hessen, 5: 70–100.