Wissenschaftlicher Name
Taxus baccata L.
Synonyme
Deutscher Name
Gewöhnliche Eibe, Europäische Eibe
Familie
Taxaceae (Eibengewächse)
Beschreibung
Immergrüner, stark verzweigter Strauch oder Baum mit rotbrauner, schuppiger Borke. Nadelblätter scheinbar zweizeilig stehend. Männliche und weibliche Zapfen meist auf separaten Pflanzen (zweihäusig). Samen von einem leuchtend roten Samenmantel eingehüllt, bis auf diesen alle Pflanzenteile stark giftig. Kann über 1000 Jahre alt werden. Holz wurde u. a. zum Bau von Pfeil und Bogen genutzt.
Status
Besonders geschützt nach BNatSchG. In Teilen Deutschlands einheimisch, in Frankfurt jedoch Neueinwanderer (Neophyt) mit Einbürgerungstendenz.
Ökologie
Frostempfindlicher Baum aus ozeanischen und subozeanischen Regionen. In winterkalten Gebieten kann die Eibe nur in geschlossenen Waldbeständen überwintern, Einzelbäume erfrieren leicht.
Keine natürlichen Vorkommen im Stadtgebiet bekannt. In der alten Frankfurter Literatur fehlt die Art meist. Allerdings beliebter Zierbaum. Während in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet von schlechter Keimfähigkeit berichtet wird, gibt es in Frankfurt seit einigen Jahren viel Jungwuchs, insbesondere am Fuß großer Bäume, unter Hecken etc. Durch Vogelkot verbreitet.

Bemerkenswert ist die wohl 1658 gepflanzte Eibe des Botanischen Gartens, die beim Umzug des Gartens unter großem Aufwand vom Eschenheimer Tor auf das Gelände des heutigen Palmengartens verpflanzt wurde (Möbius 1903), wo sie bis heute steht.
Möbius, M. (1903): Geschichte und Beschreibung des botanischen Gartens zu Frankfurt a. M. Bericht der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft. II. Teil: Wissenschaftliche Abhandlungen. 206 S. Frankfurt a. M.: 117–154.