Wissenschaftlicher Name
Arctium tomentosum Mill.
Synonyme
Deutscher Name
Filz-Klette, Wollkopf-Klette, Filzige Klette
Familie
Asteraceae (Korbblütengewächse, Korbblütler)
Beschreibung
Zweijährig, bis 1,2 m hoch, mit aufrecht abstehenden Ästen und ausladenden, bis 50 cm langen Grundblättern. Blattspreiten eiförmig bis breit dreieckig, etwas länger als breit, schwach gezähnt, unterseits dicht graufilzig. Blüten in kugeligen, bis 25 mm breiten Köpfchen mit mehreren Reihen von lanzettlichen, spinnwebig wollig behaarten Hüllblättern mit hakenförmig einwärts gebogener Spitze (damit an Fell oder Kleidung haftend). Blütezeit: Juli–September.
Status
Alteinwanderer (Archäophyt).
Ökologie
Bevorzugt nährstoffreiche, mesit kalkhaltige, lehmige Böden. An Wegrändern, auf Schuttflächen, an Ufern, in ruderalen Staudenfluren im Siedlungsbereich.
Bis zur Mitte des 19. Jh. wurden die Arctium-Arten oft nicht unterschieden, die Angaben sind also nicht eindeutig den Arten zuzuordnen, Reichard (1772/78) erwähnt z. B. Kletten mit wolligen oder glatten Köpfen. Erst Becker (1827) nannte diese Art, die er „an Wegen und ungebaueten Orten“ fand. Heute im ganzen Stadtgebiet an passenden Wuchsorten zerstreut vorkommend.

Von anderen Kletten-Arten am besten durch die dicht spinnwebig behaarten Köpfchen unterschieden. Zudem haben die inneren Hüllblätter eine aufgesetzte, gerade Stachelspitze.
Becker, J. (1827): Flora der Gegend um Frankfurt am Main. Erste Abtheilung. Phanerogamie. – 509 S. Ludwig Reinherz, Frankfurt a.M. „1828“. * Reichard, J. J. (1772/1778): Flora Moeno-francofurtana enumerans stirpes circa Francofurtum ad Moenum crescentes secundum methodum sexualem. – [10] + 112 + [4] S. & [8] + 196 + [10] S. + 1 Tab. Henricus Ludovicus Broenner, Francofurtum ad Moenum.