Wissenschaftlicher Name
Rumex acetosa L.
Synonyme
Acetosa pratensis Mill.
Deutscher Name
Wiesen-Sauer-Ampfer
Familie
Polygonaceae (Knöterichgewächse)
Beschreibung
Staude, 50-100 cm hoch. Blätter pfeilförmig, seitliche Blattecken abwärts gerichtet. Grundblätter 2–5-mal so lang wie breit, lang gestielt. Nach oben werden die Blattstiele kürzer, obere Stängelblätter ungestielt. Stängel nur im oberen Bereich verzweigt. Blüten klein, zahlreich, in Knäueln. Nach der Blüte umschließen 3 blass grüne, rötlich überlaufene Hüllblätter (Valven) die Frucht, mindestens an einer Seite mit Schwiele. Blütezeit: Mai-Juni.
Status
Einheimisch (indigen), nicht gefährdet.
Ökologie
Auf frischen bis feuchten Wiesen und Weiden sowie an Wegrändern und auf nährstoffreichen, sonnigen Plätzen verbreitet im gedüngten Grünland oft in Massenbeständen.
Gärtner et al. (1799-1802): „Allenthalben auf Wiesen, Weiden, Akkerrainen, und in Grasgärten. Gebaut in fast allen Gärten.“ Heute in Grünland auf nährstoffreichem Boden, v. a. entlang der Nidda und der ihr zufließenden Taunusbäche, auch am Main, z. B. im Frankfurter Westen, und am Berger Nordhang.
In Gärten wird Sauerampfer heute seltener gezogen. Als fester Bestandteil der Frankfurter Grünen Sauce wird er aber v. a. in Oberrad noch feldmäßig angebaut.
Gärtner, G., Meyer, B. & Scherbius, J. (1799–1802): Oekonomisch-technische Flora der Wetterau. – 1 (1799) I–XII, 1–532, 1 Karte 2 (1800), I–II, 1–512 3(1) (1801), 1–438, 1–52 3(2) (1802), 1–391, 1–32 Philipp Heinrich Guilhauman, Frankfurt am Main.