Wissenschaftlicher Name
Phragmites australis (Cav.) Steud.
Synonyme
Phragmites communis Trin.
Deutscher Name
Gewöhnliches Schilf
Familie
Poaceae (Süßgräser)
Beschreibung
Mehrjähriges rhizombildendes Gras, 1-4 m hoch, Blattscheiden und Blattspreiten fein behaart, Blatthäutchen durch Haarkranz ersetzt, Blattspreite bis 4 cm breit und 50 cm lang, blaugrün, stark wasserabweisend. Rispe locker, bis über 30 cm lang. Ährchen mindestens zweiblütig, untere Blüten männlich, obere zwittrig, zwischen den Spelzen mit spelzenlangen weißen Haaren, Spelzen zugespitzt. Blütezeit: Juli-September.
Status
Einheimisch (indigen). Wird nicht als gefährdet angesehen, große Bestände sind aber rückläufig.
Ökologie
Uferzonen stehender und langsam fließender Gewässer, Moore, Feuchtwiesen, Entwässerungsgräben. Etablierte Bestände ertragen temporäre Trockenheit. Verschwindet bei zu starker Überdüngung. Verlandungspionier, Wintersteher.
Am Ufer der Altarme der Nidda, im Enkheimer und Seckbacher Ried, in den Riedwiesen am Rohsee, am alten Flugplatz Bonames, am Ufer des Fechenheimer Mainbogens. Es kann auch an erstaunlich trockenen Stellen vorkommen.
Größtes einheimisches Gras, vielseitig verwendbar: Streugras, Baustoff für Zäune und Dächer, Heizmaterial, Zelluloselieferant, Rekultivierung und Befestigung von Ufern, Abwasserreinigung (Düll und Kutzelnigg 2011).
Düll, R. und Kutzelnigg, H. (2011): Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands. 7. Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim.