Wissenschaftlicher Name
Phedimus spurius (M. Bieb.) 't Hart
Synonyme
Sedum spurium M. Bieb.
Deutscher Name
Kaukasus-Asienfetthenne, Kaukasus-Fetthenne
Familie
Crassulaceae (Dickblattgewächse)
Beschreibung
Ausdauernde, krautige Pflanze. Stängel reichverzweigt, kriechend und anwurzelnd, mit kurzen, nicht blühenden, rosettenartigen Trieben und aufsteigenden, 10–20 cm hohen Blütentrieben. Blätter fleischig, abgeflacht, gegenständig oder dreiquirlig, 1–4 cm lang. Blüten purpurrot bis rosa, selten weißlich, 5(–6)zählig, fast sitzend bis gestielt in einer dicht- und reichblütigen Trugdolde. Blütezeit Juni–August.
Status
Eingebürgerter Neueinwanderer (Neophyt) aus dem Kaukasus. Heute oft zur Randbefestigung auf Gräbern gepflanzt.
Ökologie
Auf Fels-, Mauer- und Geröllfluren außerhalb der Hochgebirge. Als Sekundärstandorte werden Bahn- und Industrieflächen besiedelt.
Kultur- und Verwilderungsbeginn im Gebiet unklar, von den frühen Autoren nicht genannt. Erst 1981 an Wegen im Biegwald angegeben (Notiz O. Nehrlich). Seither regelmäßig, allerdings nicht sehr häufig genannt. Einerseits gartennah z. B. im Pflaster anzutreffen, andererseits regelmäßig auf Bahnschotter, z. B. an den Bahnhöfen Süd und Stadion (Bredereck 1993) oder Louisa, sowie an der Autobahn, v. a. an der A5 bei Griesheim.
Die Dickblattgewächse haben besondere Anpassungen an das Leben auf trockenen Wuchsorten: Sie besitzen die Fähigkeit Wasser in ihren Blättern zu speichern und einen besonderen Stoffwechsel, mit dem der Wasserverlust reduziert werden kann.
Bredereck, C. (1993): Flora und Vegetation der Bahnhöfe in Frankfurt am Main und seiner näheren Umgebung. Unveröffentlichte Dipl.-Arb., Universität Frankfurt. 195 S. Frankfurt am Main.