Wissenschaftlicher Name
×Triticosecale rimpaui A. Camus
Synonyme
Triticum aestivum L. × Secale cereale L.
×Triticosecale blaringhemii auct., sec. Gutte et al. 2013
Deutscher Name
Tritikale, Rimpauweizen; Hybride aus Saat-Weizen × Saat-Roggen
Familie
Poaceae (Süßgräser)
Beschreibung
Getreide, Hybride zwischen Weizen (Triticum aestivum) und Roggen (Secale cereale). Die einzelnen Zuchtformen sind deutlich unterschiedlich, teilweise sind sie intermediär, teilweise ähneln sie einem Elter. Blütezeit: Mai-Juli.
Status
Unbeständig auftretender Neueinwanderer (Neophyt/Ephemerophyt), der in Kultur entstanden ist.
Ökologie
Bisher ist die Sippe nicht in der Lage in Mitteleuropa dauerhaft zu verwildern. Unbeständige Vorkommen können z. B. an Verkehrswegen auftreten.
Verwilderungen sind bisher kaum bekannt. Lediglich am Westbahnhof Bockenheim wurden 2011 unbeständig verwilderte Pflanzen bemerkt (Gregor 2012).
Triticale wurde durch Chromosomenverdoppelung der sterilen Hybride zwischen Roggen und Weizen erzeugt. Im Handel sind heute Hybriden zwischen verschiedenen Triticale-Sorten, deren Nachkommen morphologisch nicht einheitlich sind. Die gewünschten Kultureigenschaften („Anspruchslosigkeit des Roggens und Qualität des Weizens“) sind nur bei gekauftem Saatgut vorhanden. Ein Nachbau ist nicht wirtschaftlich.
Gregor, T. (2012): 1799. – 1835. Fundmeldung. Bot. Naturschutz Hessen, 24: 116–125.