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© I. Ottich, 2007, Botanischer Garten
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Boretsch

Borago officinalis L.

Familie:

Raublattgewächse (Boraginaceae)

Beschreibung:

Einjährig, 15–60 cm hoch, durch steife Haare rau. Stängelblätter elliptisch, in den Stiel verschmälert. Blüten 2–2,5 cm, radförmig, mit zugespitzten Zipfeln, himmelblau. Mit weit hervorragenden weißen Schlundschuppen und dunkelvioletten Staubbeuteln. Blütezeit: Juni–Juli.

Status:

Alte Gwürz-, Salat-, Öl- und Heilpflanze aus Spanien, die im Umkreis von Gärten verwildert, sich aber bisher nicht einbürgern konnte und daher als unbeständig einzustufen ist.

Ökologie:

Verwilderungen können regelmäßig in der Nähe von Gärten sowie seltener auch auf frischen Ruderalstellen, Brachen, an Wegrändern und Böschungen beobachtet werden.

Vorkommen in Frankfurt:

J. C. Senckenberg gibt aus der 1. Hälfte des 18. Jh. an (Spilger 1941): „Auf dem Kehrselplatz am Rabenstein aus Gärten verwildert.“ In ähnlicher Form werden gartennahe Verwilderungen bei den meisten Autoren des 19. und 20. Jh. angegeben. Auch heute noch an Wegrändern in der Nähe von Haus- und Kleingärten gelegentlich anzutreffen. Der Art gelingt es aber nicht unabhängig von Gartenvorkommen über mehrere Generationen hinweg Populationen aufzubauen.

Anmerkung:

Borretsch ist eines der sieben Kräuter der Frankfurter Grünen Sauce und wird daher im Stadtgebiet angebaut. Aufgrund seiner dekorativen Blüten ist er auch Bestandteil von Zierpflanzen-Saatgutmischungen.

Literatur:

Spilger, L. (1941): Senckenberg als Botaniker und die Flora von Frankfurt zu Senckenberg’s Zeiten. Abh. Senckenberg. Naturf. Ges., 458: 1–175.