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© I. Starke-Ottich, 2010, Botanischer Garten.
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Quitte

Cydonia oblonga Mill.

Familie:

Rosengewächse (Rosaceae)

Beschreibung:

Bis 8 m hoher Baum mit sparrig abstehenden Ästen. Jüngste Zweige dichtfilzig, gelbgrün, ältere lockerfilzig, braunkantig, mit dunklen Lentizellen. Laubblätter eiförmig bis breit elliptisch, am Grunde abgerundet bis herzförmig, mit kurzem Stachelspitzchen, oberseits dunkelgrün, lockerfilzig, unterseits hell graugrün, bis 10 cm lang, 7,5 cm breit. Blüten einzeln, endständig. 5 Kronblätter, 15-27 mm lang, weiß oder rosa. 15-25 violette Staubfäden, Staubbeutel gelb, 5 Griffel, 5 zurückgeschlagene Kelchblätter, bleibend. Frucht 4-12 cm lang, grüngelb, duftend, filzig. Blütezeit: Mai-Juni.

Status:

Alteinwanderer (Archäophyt) aus Südwestasien, bei uns jedoch wohl nie dauerhaft eingebürgert.

Ökologie:

Kultivierter Obstbaum, heute nur noch selten verwildert. Kalkliebend, lichtbedürftig, wenig nährstoffanspruchsvoll.

Vorkommen in Frankfurt:

Quitten wurden im 18. und 19. Jh. häufig kultiviert und verwilderten in dieser Zeit regelmäßig. Die Autoren nennen Vorkommen in Hecken beispielsweise am Bornheimer Wäldchen (Senckenberg in Spilger 1941), auf dem Riederberg und am Affenstein (Reichard 1772/78), auf dem Lerchesberg (Gärtner et al. 1799-1802). Inzwischen ist die Quitte aus der Mode gekommen und wird nur noch selten kultiviert. Verwilderungen sind aktuell nicht mehr bekannt.

Anmerkung:

Nach der Form ihrer Früchte wird zwischen Apfel- und Birnenquitten unterschieden. Die filzige Behaarung kann abgewischt werden. Roh sind die Früchte nicht genießbar.

Literatur:

Gärtner, G., Meyer, B. & Scherbius, J. (1799–1802): Oekonomisch-technische Flora der Wetterau. – 1 (1799); I–XII, 1–532, 1 Karte; 2 (1800), I–II, 1–512; 3(1) (1801), 1–438, 1–52; 3(2) (1802), 1–391, 1–32; Philipp Heinrich Guilhauman, Frankfurt am Main. * Reichard, J. J. (1772/1778): Flora Moeno-francofurtana enumerans stirpes circa Francofurtum ad Moenum crescentes secundum methodum sexualem. – [10] + 112 + [4] S. & [8] + 196 + [10] S. + 1 Tab.; Henricus Ludovicus Broenner, Francofurtum ad Moenum. * Spilger, L. (1941): Senckenberg als Botaniker und die Flora von Frankfurt zu Senckenberg’s Zeiten. Abh. Senckenberg. Naturf. Ges., 458: 1–175.