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© K. Baumann, 1992.
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Glanzloser Ehrenpreis

Veronica opaca Fr.

Familie:

Rachenblütler (Scrophulariaceae)

Beschreibung:

Einjährig, niederliegend, bis 25 cm lang, abstehend behaart, locker beblättert. Blätter kerbsägig, mit 3–4 Zähnen pro Seite. Kelchblätter eilänglich, mehr als 2-mal so lang wie breit, am Grund dicht und lang behaart. Blüten 3–6 mm lang, dunkelblau. Fruchtkapsel deutlich gekielt, dicht behaart, neben kurzen drüsenlosen Haaren einzelne längere Drüsenhaare. Blütezeit: Mai–September.

Status:

Alteinwanderer (Archäophyt). RL Hessen 3, RL H SE 3.

Ökologie:

Steht in den ökologischen Ansprüchen zwischen V. polita und V. agrestis, meidet zu nährstoffarme Standorte ebenso wie zu nährstoffreiche; auf Hackfruchtäckern und in Gärten, an Wegrändern und auf Schutt.

Vorkommen in Frankfurt:

Im 18. Jh. wurde die Art noch nicht von V. agrestis unterschieden, die Angaben können nicht klar zugeordnet werden. Die frühen Belege gehören jedoch alle zu V. agrestis, V. opaca war in Frankfurt offenbar nicht häufig, was durch Angaben seit der Mitte des 19. Jh. bestätigt wird. Im 20. Jh. wird die Art in verschiedenen Stadtteilen gefunden. Sie ist wahrscheinlich noch vorhanden, aber sehr selten.

Anmerkung:

Die Art wurde erst im 19. Jh. beschrieben. Der Frankfurter G. Fresenius schrieb 1832/33: „Ich werde von der Verschiedenheit dieser aufgestellten Arten nicht überzeugt, und muss sie als Formmodificationen erklären, auf die nicht viel Gewicht zu legen ist...“ Erst durch Hügin & Hügin (1994) konnte die Verbreitung in Mitteleuropa aufgeklärt werden.

Literatur:

Fresenius, G. (1832/1833): Taschenbuch zum Gebrauche auf botanischen Excursionen in der Umgegend von Frankfurt a. M., enthaltend eine Aufzählung der wildwachsenden Phanerogamen, mit Erläuterungen und kritischen Bemerkungen im Anhange. – VI + 332 S. & 337–621; Heinr. Ludw. Brönner, Frankfurt am Main. * Hügin, G. & H. Hügin (1994): Veronica opaca in Mitteleuropa: Erkennungsmerkmale, Verbreitung und standörtliches Verhalten. Flora, 189: 7–36.