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© I. Ottich, 2008, Botanischer Garten
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Einbeere

Paris quadrifolia L.

Familie:

Dreiblattgewächse (Trilliaceae)

Beschreibung:

Ausdauernd, überwintert mit unterirdischem Rhizom (Geophyt). Stängel aufrecht, 10–40 cm hoch. Blätter meist 4, breit elliptisch, in eine kurze Spitze auslaufend, 5–16 cm lang, in einem Blattquirl. Blüte auf einem langen Stiel in der Mitte des Quirls. Frucht kugelig, schwarz, giftig. Blütezeit: April–Juni. Fruchtzeit: Juli–September.

Status:

Einheimisch (indigen). Nicht gefährdet, aber im Gebiet selten.

Ökologie:

In Auen- und feuchten Laubmischwäldern, auf humosen, lockeren Ton- oder Lehmböden.

Vorkommen in Frankfurt:

Die Einbeere kam einst zerstreut an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet vor, war jedoch nie häufig. J. C. Senckenberg fand sie 1733 an Stellen, wo sie heute schwer vorstellbar ist (Spilger 1941), nämlich in Bornheim und in Hecken vor dem Eschenheimer Tor. Becker (1827) nennt sie aus dem Frankfurter Wald, wo sie bis heute vorkommt, z. B. in der Nähe des Luderbachs, wo sie auch M. Dürer um 1900 fand.

Anmerkung:

Der botanische Gattungsname Paris bezieht sich auf den trojanischen Prinzen, der die schönste von drei Göttinnen auswählen und ihr einen Apfel überreichen sollte. Die Blätter stellen ihn und die Göttinnen dar, die Frucht in der Mitte den Apfel.

Literatur:

Becker, J. (1827): Flora der Gegend um Frankfurt am Main. Erste Abtheilung. Phanerogamie. – 509 S.; Ludwig Reinherz, Frankfurt a.M. „1828“. * Spilger, L. (1941): Senckenberg als Botaniker und die Flora von Frankfurt zu Senckenberg’s Zeiten. Abh. Senckenberg. Naturf. Ges., 458: 1–175.